Schweigen ist Gold, Kommunikation ist lebenswichtig
Einer der magischsten Aspekte des Gerätetauchens ist die Stille. Keine klingelnden Telefone, kein Verkehrslärm – nur das rhythmische Geräusch Ihres eigenen Atems. Eine effektive Kommunikation ist jedoch entscheidend für Sicherheit und Spaß. Da wir unter Wasser nicht sprechen können (es sei denn, Sie haben eine sehr teure Vollgesichtsmaske!), verwenden Taucher eine universelle Zeichensprache.
Egal, ob Sie ein PADI Open Water Schüler oder ein erfahrener Taucher sind, der Hurghada besucht: Das Auffrischen dieser Zeichen stellt sicher, dass Sie und Ihr Buddy sicher bleiben und die vorbeiziehende Schildkröte nicht verpassen!
1. Die "Großen Drei" Sicherheitszeichen
Dies sind die Zeichen, die Sie bei jedem einzelnen Tauchgang verwenden werden. Sie müssen deutlich und ruhig ausgeführt werden.
Das "OK"-Zeichen: Dies ist das häufigste Zeichen. Formen Sie mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis und strecken Sie die anderen drei Finger aus.
Verwechslungsgefahr: Verwenden Sie NICHT den "Daumen hoch". An Land bedeutet Daumen hoch "Gut". Unter Wasser bedeutet es "Auftauchen" (Tauchgang beenden).
Auftauchen / Abtauchen:
Daumen hoch: "Lass uns auftauchen" oder "Ich gehe hoch."
Daumen runter: "Lass uns abtauchen" oder "Geh tiefer."
Stopp / Halt: Halten Sie Ihre Hand flach hoch, Handfläche nach vorne (wie ein Verkehrspolizist). Das sagt Ihrem Buddy, dass er pausieren und warten soll.
2. Luftmanagement: Die Lebenslinie
Ihr Guide wird Sie häufig fragen, wie viel Luft Sie noch haben. Sie müssen ehrlich und genau antworten.
"Wie viel Luft?": Der Guide zeigt mit zwei Fingern auf sein Manometer (Fini).
Ihre Antwort: Sie können Finger verwenden, um die Zahl anzuzeigen (z. B. 1 Finger = 100 bar, 5 Finger = 50 bar) oder spezifische Zeichen für "Halber Tank" (ein 'T' mit den Händen formen).
Wenig Luft: Machen Sie eine Faust und klopfen Sie sanft auf Ihre Brust. Das bedeutet: "Ich habe wenig Luft, wir sollten den Tauchgang bald beenden."
Keine Luft: Die Handbewegung quer über den Hals. Dies ist ein Notfallsignal und bedeutet "Gib mir Luft, SOFORT."
3. Der spaßige Teil: Meeresbewohner-Zeichen
Im Roten Meer reicht es nicht, auf einen Fisch zu zeigen. So identifizieren Sie, was Sie sehen:
Schildkröte: Legen Sie eine Hand auf die andere und drehen Sie Ihre Daumen wie Flossen.
Hai: Legen Sie Ihre Hand vertikal gegen Ihre Stirn (ahmt eine Rückenflosse nach).
Muräne: Formen Sie mit der Hand einen Mund und öffnen/schließen Sie ihn (ahmt das Atmen der Muräne nach).
Rochen: Schlagen Sie mit den Armen wie Flügel, um einen Stachelrochen oder Adlerrochen nachzuahmen.
4. Nachttauch-Zeichen
Beim Tauchen im Dunkeln sind Handzeichen nutzlos, wenn niemand sie sehen kann.
Leuchten Sie auf Ihre Hand: Leuchten Sie niemals mit der Lampe in die Augen Ihres Buddys! Leuchten Sie auf Ihre eigene Hand, während Sie das Zeichen machen.
Der "OK"-Kreis: Zeichnen Sie mit Ihrem Lampenstrahl einen Kreis auf den Meeresboden, um zu fragen: "Bist du OK?".
Bereit, mehr zu lernen?
Handzeichen sind nur der Anfang. Wenn Sie Unterwasser-Navigation und komplexere Kommunikation meistern wollen, ist es vielleicht an der Zeit, den nächsten Schritt in Ihrer Tauchausbildung zu machen.